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Gewichtsreduktion durch Lebensstiländerung in Abhängigkeit von Persönlichkeitsvariablen - Untersuchung des Zusammenhangs anhand eines geschlechtsspezifischen, interdisziplinären Gewichtsreduktionsprogramms für Frauen über 50

Weight reduction by change of lifestyle depending on personal variables - Investigation of a correlation with a gender-specific, interdisciplinary weight-reduction program for women over 50

  • Übergewicht ist eine mögliche Ursache für zahlreiche Erkrankungen mit hohen Folgekosten. Eine Gewichtsreduktion ist deshalb aus medizinischer wie auch aus volkswirtschaftlicher Sicht anzustreben. Die Abteilung für Rehabilitative und Präventive Sportmedizin der Universität Freiburg hat 2002 ein bewegungsorientiertes Interventionsprogramm zur Gewichtsreduktion für Erwachsene entwickelt, seit 2003 zusätzlich ein Programm speziell für Frauen über 50. Das Ziel ist neben einer Gewichtsreduktion eine Verbesserung des Gesundheitszustandes, eine Verbesserung des Aktivitätsverhaltens sowie eine Steigerung der Lebensqualität. Das Konzept des Programms unterscheidet sich durch die Dauer von einem Jahr und die enge interdisziplinäre Vernetzung der vier Bereiche Erwachsenenpädagogik, Bewegung, Ernährung und Medizin von dem meist kürzer angesetzten und einseitigen Ansatz anderer marktüblicher Programme. Im Laufe des Interventionsprogramms sollen die Teilnehmerinnen befähigt werden, durch eine Stärkung der Eigenkompetenz und Aktivieren der eigenen Ressourcen ein individuelles Lebensstilkonzept zu entwickeln, welches es ihnen ermöglicht, die Gewichtsreduktion langfristig beizubehalten. In mehreren Durchläufen konnte bestätigt werden, dass das Programm nach den Kriterien der Deutschen Adipositas-Gesellschaft erfolgreich ist. Aufgrund der Erfahrungen und Beobachtungen während der ersten Interventionsstudie 2002 lag die Vermutung nahe, dass die Persönlichkeitsmerkmale Lebenszufriedenheit, Körperwahrnehmung, Kontrollüberzeugung und Offenheit für neue Erfahrungen einen Einfluss auf eine Lebensstiländerung und somit auf die Gewichtsreduktion haben. Dies sollte im Rahmen der Programme 2003 und 2004 untersucht werden. Zeigt sich ein Zusammenhang, so könnte die Effektivität des Programms gesteigert werden, indem vor einer Teilnahme getestet wird, bei welchen Personen speziell dieses Programm zum Erfolg führen wird. Man könnte entweder eine Vorauswahl der Teilnehmerinnen treffen, oder das Programm auf die Bedürfnisse der einzelnen hin entsprechend modifizieren. Bei den Variablen Lebenszufriedenheit und Körperwahrnehmung zeigten sich signifikante Zusammenhänge, bei Kontrollüberzeugung und Offenheit für neue Erfahrungen konnte kein Zusammenhang festgestellt werden. Mit den relevanten Variablen wurde eine Prognoseformel erstellt. Darüber hinaus ergab die Auswertung anhand einer eingegrenzten Multiplen Regression, dass der Einfluss der relevanten Persönlichkeitsvariablen auf eine Gewichtsreduktion 15,5% beträgt. Über die eigentliche Fragestellung hinaus wurde untersucht, ob und wie sich die Persönlichkeitsmerkmale im Verlauf des Programms verändern. Nach dem Eigenschaftsparadigma und dem dynamisch-interaktionistischen Paradigma ist mittelfristig mit einer Stabilität von Persönlichkeitsmerkmalen zu rechnen, Skalen aus dem Bereich Lebenszufriedenheit und Körperwahrnehmung zeigten jedoch im Verlauf signifikante kontinuierliche Veränderungen. Aus den vorliegenden Messergebnissen kann nicht auf eine allgemeingültige Gesetzmäßigkeit geschlossen werden. Es bleibt zukünftig im Rahmen von Follow-up-Untersuchungen und bei Folgeprogrammen weiter zu überprüfen, ob die Prognoseformel eine Vorhersage ermöglicht, ob der Varianzanteil der relevanten Variablen weiterhin 15,50% beträgt und ob die sich verändernden Variablen wieder Richtung Ausgangsniveau tendieren. Darüber hinaus sollte auch der Frage nachgegangen werden, welche anderen Variablen neben den Persönlichkeitsmerkmalen für eine erfolgreiche Gewichtsreduktion eine Rolle spielen.
  • Obesity is a possible cause for numerous diseases with high subsequent costs to the health care system. Weight reduction should therefore not only be considered as important from a medical, but also from an economic perspective. The Department of Rehabilitative and Preventive Sports Medicine at the University of Freiburg developed in 2002 an exercise intervention program for weight reduction for adults, since 2003 additionally a program particularly for women over 50. The goal is not only a weight reduction, but also an improvement of the state of health, an improvement of the physical activities as well as an increase of the quality of life. The concept of the program is different from other commercially available, less versatile, and usually shorter programs: it lasts for one year and it is based on inter-coordinated networking in four areas, namely adult education, physical exercise, nutrition, and medicine. During the intervention program the participants are encouraged to develop their own goals and individual lifestyle concept, based on each individual's ability and resources. After several iterations it could be confirmed that the program is successful, according to the criteria set by the German Adipositas-Society. Based upon experiences and observations during the first intervention study in 2002, we posited that personal variables such as life satisfaction, body awareness, control beliefs, and openness to new experiences, may influence a possible change of lifestyle and therewith also weight reduction. This assumption was studied in our programs of 2003 and 2004. If connections were proven, the effectiveness of the program could be increased by testing the participants before, and by deciding if the program would be successful for each individual. Subsequently participants might either be preselected accordingly, or the program could be modified if needed. Significant correlation was proven between the variables life satisfaction and body awareness, however no interrelation between control beliefs and openness to new experiences was noticed. Based on these relevant variables, a formula was developed to forecast future prospects. Further, the results were adjusted based on regression analysis, proving that personal variables contribute 15.5% to weight reduction. In addition we examined how personal variables might change during the course of this program. According to the trait theories of personality and dynamic-interactional theories, mid-term individual characteristics were expected to remain stable, however life satisfaction and body awareness showed continual and significant changes. From the existing statistics general rules could not be deduced. Further follow-up investigations and programs are needed to be able to prove if this formula allows an accurate prognosis, if the same variables continue to contribute 15.5% to weight reduction and if these variables might revert back. And further it should be examined if there might be other variables besides these individual characteristics that might influence the success of weight reduction.

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Metadaten
Author:Ulrike Elisabeth Landmann
URN:urn:nbn:de:bsz:25-opus-26820
Advisor:Wolfgang Roth
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2007/03/14
Publishing Institution:Pädagogische Hochschule Freiburg
Granting Institution:Pädagogische Hochschule Freiburg, Fakultät I
Date of final exam:2006/10/11
Release Date:2007/03/14
Tag:Gewichtsreduktion; Lebensstiländerung; Persönlichkeitsmerkmale; Übergewicht
Obesity; lifestyle modification; personality traits; weight reduction
GND Keyword:Übergewicht; Gewichtsreduktion; Lebensstiländerung; Persönlichkeitsmerkmale
Institutes:Fakultät für Bildungswissenschaften / Institut für Psychologie
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin, Gesundheit
Access Right:Frei zugänglich
Licence (German):License LogoCreative Commons - Namensnennung-Nicht kommerziell-Keine Bearbeitung - CC BY-NC-ND 3.0