Diagnoseprozesse und die Rolle von fachdidaktischem Wissen bei der Einschätzung von Schwierigkeiten in Mathematikaufgaben
- Ziel der vorliegenden Dissertation ist es, das Verständnis der Diagnoseprozesse angehender Lehrkräfte bei der Einschätzung mathematischer Aufgaben zu verbessern, indem gezeigt wird, wie fachdidaktisches Wissen (PCK) den Diagnoseprozess beeinflusst. Dieses Wissen bildet eine wichtige Grundlage der Planung und Durchführung angemessener Angebote für die Entwicklung diagnostischer Kompetenzen während der Lehramtsausbildung. Es wurde den Fragen nachgegangen, ob Eye-Tracking eine geeignete Methode zur Erfassung von Wahrnehmungsprozessen darstellt, wie angehende Lehrkräfte spezifisches fachdidaktisches Wissen nutzen, um Schwierigkeiten in Aufgaben wahrzunehmen sowie zu interpretieren und wie die gewonnenen Erkenntnisse in einer Fortbildung Anwendung finden können. Die Dissertation umfasst folgende drei wissenschaftliche Artikel: In Studie 1 (Brunner et al., 2021) wurde untersucht, ob sich reliable Eye-Tracking Maße identifizieren lassen, die zur Erfassung von Wahrnehmungsprozessen während der Einschätzung von Aufgabenschwierigkeiten geeignet sind. Auf Grundlage der Ergebnisse wurden Implikationen für den Einsatz von Eye Tracking in der weiteren Forschung zu diagnostischen Kompetenzen von Lehrkräften diskutiert. In Studie 2 (Brunner et al., 2024) wurde untersucht, wie fachdidaktisches Wissen die Wahrnehmung und Interpretation relevanter Aufgabenmerkmale beeinflusst. Diese Studie trägt zu einem besseren Verständnis bei, wie PCK die Effizienz und Genauigkeit von Diagnoseprozessen mathematischer Aufgaben erhöht. In Artikel 3 (Brunner et al., subm.) wird eine Fortbildung nach den Prinzipien des Instruktionsmodells 4-Component-Instructional-Design (4C/ID) beschrieben, welche verdeutlichen soll, wie insbesondere die Fähigkeit der Aufgabeneinschätzung als Facette diagnostischer Kompetenzen von Lehrkräften geschult werden kann. Insgesamt trägt die vorliegende damit Arbeit zur Klärung der Frage bei, welche kognitiven Prozesse diagnostischen Urteilen zugrunde liegen und wie PCK diese Prozesse beeinflusst. Die wissenschaftlichen Artikel werden im vorliegenden Rahmentext studienübergreifend diskutiert. Dabei werden sowohl theoretische Hintergründe als auch wesentliche methodische Vorgehensweisen sowie relevante Ergebnisse studienübergreifend eingebettet und Limitationen sowie Implikationen für die Praxis diskutiert.
| Author: | Kirsten BrunnerORCiD |
|---|---|
| URN: | urn:nbn:de:bsz:frei129-opus4-35349 |
| DOI: | https://doi.org/10.60530/opus-3534 |
| Referee: | Timo LeudersORCiD, Andreas Obersteiner |
| Advisor: | Timo LeudersORCiD, Andreas Obersteiner |
| Document Type: | Doctoral Thesis |
| Language: | German |
| Year of Completion: | 2024 |
| Publishing Institution: | Pädagogische Hochschule Freiburg |
| Granting Institution: | Pädagogische Hochschule Freiburg, Fakultät für Mathematik, Naturwissenschaften und Technik |
| Date of final exam: | 2024/11/13 |
| Release Date: | 2025/12/12 |
| Tag: | Aufgabenschwierigkeiten; Diagnostische Kompetenzen; Funktion (Math.) eye tracking; typical student errors |
| Page Number: | 63 S. |
| SWB-ID: | 1947015141 |
| Institutes: | Fakultät für Mathematik, Naturwissenschaften und Technik |
| DDC class: | 300 Sozialwissenschaften / 370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen |
| Open Access: | Frei zugänglich |
| Licence (German): | Creative Commons - CC BY-SA - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International |


